Hochwasserschaden?

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Bildquelle: aboutpixel.de | Fotograf: “svair” (Sven Brentrup)

Die Bedeutung eines Schutzes vor den Risiken von Hochwasser nehmen zu

Gegenwärtig häufen sich bei vielen Hauseigentümern wieder die Sorgen vor drohendem Hochwasser und vor Überschwemmungen. Die vorhersehbare Schneeschmelze, vielleicht noch verbunden mit Niederschlägen, lassen die Hochwassergefahr steigen. Der Begriff “Hochwasserschutz” bekommt eine neue, gewichtige Bedeutung!

Und nicht nur das.

Durch den inzwischen wohl nicht mehr bestreitbaren Klimawandel, die globale Erwärmung und die damit verbundenen Verschiebungen im Wettergeschehen steigt die Gefahr von Starkniederschlägen und damit verbunden auch die Gefahr von Überschwemmungen. Und das gilt nicht nur in bislang ausgewiesenen oder bekannten Hochwasserzonen.

Unter anderem zur Untersuchung der Wetterverhältnisse und deren Entwicklung wurde zum Beispiel die KLIWA gegründet. KLIWA ist die Abkürzung für das Kooperationsvorhaben “Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft” der Länder Baden-Württemberg, Rheinland – Pfalz und Bayern sowie des Deutschen Wetterdienstes.

Noch im Jahre 2005 stellte die KLIWA in ihrem Monitoringbericht fest, dass entgegen der Annahme keinerlei signifikante Erhöhung von Starkniederschlägen als Kurzereignis oder der Niederschlagsmenge insgesamt im Unersuchungsbereich feststellbar sei.

Bereits im Monitoringbericht 2008 ergaben sich jedoch andere Ergebnisse. Dort wird festgestellt:

„Im hydrologischen Winterhalbjahr findet man in ganz Süddeutschland zunehmende Starkniederschlagshöhen von eintägiger Dauer (D = 1 d). Die höchsten Zunahmen finden sich in einem Gebiet vom nördlichen Baden-Württemberg bis in die nordöstlichen Teile von Bayern. Im oberen Maingebiet liegen die hoch signifikanten Zunahmen bei über 40% vom Mittelwert 1932-2005 und sind damit deutlich höher als die Zunahmen bei den mittleren Gebietsniederschlagshöhen.“

Damit bezieht sich das Ergebnis dieses Forschungsberichtes genau auf das Gebiet, in dem wir tätig sind.

Dazu kommt, dass durch die zunehmende Versiegelung der bebauten Gebiete, die Nachverdichtung von Baugebieten und den Trend zu kleineren Baugrundstücken die Abflussbeiwerte sehr stark ansteigen, also die Menge des Niederschlagswassers, das nicht versickert oder auf natürlichem Wege über die Oberfläche abgeleitet wird sondern in die Kanalisation einläuft. Dadurch wird immer öfters die Kanalisation überlastet und Wasser tritt aus der Kanalisation aus. Und dies nicht nur in übersprudelnden Gullys auf der Straße sondern auch durch ungesicherte Hausabflüsse in die Häuser selbst.

Insgesamt steigt die Gefährdung, an Gebäuden durch Hochwasser oder Überflutung einen Schade zu erleiden, für alle Gebäude deutlich an.

Aus diesem Grunde gewinnt der aktive Hochwasserschutz des Einzelnen immer mehr Bedeutung. Es sollte heute Standart sein, dass jedes Gebäude mit Rückstauklappen gegen aus der Kanalisation, oder auch nur der Drainage des Hauses selbst, eindringendes Wasser gesichert ist. Ebenso sollte es zur Selbstverständlichkeit werden, dass überall dort, wo die Möglichkeit besteht, dass sich bei einem Starkregenereignis anfallendes Oberflächenwasser einen Weg durch Öffnungen (Fenster, Türen, ..) bahnen kann, Vorsorge getroffen wird, wirkungsvolle Absperrmaßnahmen zu treffen.

Aber durch diese Vorsorgemaßnahmen kann das Risiko, durch Hochwasser einen Schaden zu erleiden, nicht ausgeschlossen sondern nur verringert werden.

Aus diesem Grunde ist es mindestens genau so wichtig, sich durch eine angepasste Versicherung gegen diese Überschwemmungsgefahren, oder viel mehr gegen die daraus entstehenden Schäden und Kosten, abzusichern. Allerdings ist dies oft nicht einfach, da nicht jede Versicherung jeden Schaden zahlt.

Eine Versicherung ist meist nur im Rahmen der sogenannten „Erweiterten Elementarschadenversicherung“ möglich. Bei dieser Versicherungsart werden für Gebäude im Paket neben der üblichen Wohngebäudeversicherung die Risiken aus Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Überschwemmung abgedeckt. Und dies ist oft verbunden mit einem Selbstbehalt für den Versicherten.

Dazu kommt, dass solche Elementarschadenversicherungen nicht von jedem Unternehmen angeboten werden.

Weiter bestehen bei den einzelnen Versicherern Unterschiede, in welchen Gebieten Gebäude überhaupt, und wenn ja in welchem Umfang, versichert werden können. Die Versicherung von Gebäuden gegen Überschwemmungen in ausgewiesenen Hochwassergebieten ist weitgehend unmöglich. Bei Gebäuden in hochwassergefährdeten Gebieten ist die Auslegung oft unterschiedlich, sowohl, was eine Hochwassergefährdung überhaut ist als auch bei der Frage, bis zu welchem abstrakten Risiko einer Überflutung noch Versicherungsschutz eingeräumt wird. Und bei der Frage, was durch die jeweilige Versicherung als hochwassergefährdeter bereich angesehen wird gibt es ebenfalls keine klare Linie. Nicht in jedem Fall wird bei der Beurteilung dieser Frage eine amtliche Gewässerkarte mit den dort ausgewiesenen Überschwemmungs- und überschwenmmungsgefährdeten Gebieten zu Grunde gelegt, wie man sie zum Beispiel in Bayern auf der Homepage des Bayerisches Landesamt für Umwelt finden kann.

Genau aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass mit der Vermittlung ein anbieterunabhängiger Versicherungsmakler beauftragt wird.

Wir bieten diesen Service und können, da wir eben unabhängig von jedem Anbieter sind, bei allen Versicherern die Möglichkeit einer Risikodeckung abklären. Daher ist es uns als unabhängigen Versicherungsmaklern oft möglich, eine Versicherung nachzuweisen, wo die anbietergebundenen Vertreter keine Angebote mehr vorlegen können. Und dies unabhängig davon, ob eine Versicherung nun schon einen „Klimakasko“ anbietet oder im Bereich der Elementarschadenversicherung erst Fuß fasst.

Fairgui.de als unabhängigem Versicherungsmakler ist es oft sogar möglich, selbst für solche Gebäude einen Versicherungsschutz nachzuweisen, deren Versicherung schon von mehreren Versicherern abgelehnt worden ist. Dies kann zum Beispiel durch die Vereinbarung geschehen, dass klar bestimmte aktive und passive Schutznassnahmen am Gebäude getroffen werden oder dadurch, dass ein individueller Selbstbehalt, der orts- und risikobedingt bestimmt oder ausgehandelt wird, vereinbart wird. Auch eine Kombination dieser Individualvereinbarungen kann in Frage kommen, um ein sonst nicht versicherbares Risiko wegen Schäden aus Hochwasser oder Überschwemmungen doch noch, wenigstens zum Teil, abzusichern.

Daher:

Wenn Sie beabsichtigen, Ihren Grundbesitz gegen die Gefahren aus Überschwemmungen und Hochwasser abzusichern, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Wir versuchen dann, nach Möglichkeit für jeden Interessenten eine angemessene Versicherung zu annehmbaren Bedingungen nachzuweisen. Das wird sicher nicht immer gelingen, da auch Versicherungen Risikokalkulation (neudeutsch das risk management) betreiben, und betreiben müssen, und daher sicher zu erwartende Schäden wohl in keinem Fall abdecken werden. Aber bedenken Sie: Durch die eingangs beschriebenen Entwicklungen durch globale Erwärmung und Klimaveränderungen steigen die Schadensrisiken. Und dadurch wird es immer schwerer werden, überhaupt noch Versicherungsschutz zu erlangen.



Gesundheit wird teurer

Kabinett beschließt Krankenkassenreform

Das Kabinett hat den Weg für die Reform der Krankenkassen freigemacht. Für die 50 Millionen Kassenmitglieder und ihre Arbeitgeber wird die Krankenversicherung teurer. Gesundheitsminister Philipp Rösler schlägt eine Welle der Kritik entgegen.

Gesundheitsminister Rösler sieht keine Alternative zu den steigenden Kosten

Beitragserhöhungen, Zusatzbeiträge und Einschnitte bei Pharmaindustrie und Ärzten: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die schwarz-gelbe Gesundheitsreform beschlossen. Der Krankenkassenbeitrag steigt Anfang des Jahres von 14,9 auf 15,5 Prozent. Rund 130 Jahre nach Einführung der Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen wird dieses Prinzip aufgegeben: Das Gesetz sieht vor, den Arbeitgeberanteil zum Beitrag dauerhaft bei 7,3 Prozent des Bruttolohns festzuschreiben. Arbeitnehmer zahlen 8,2 Prozent und dazu Zusatzbeiträge.

Eingeführt werden hierfür nach oben offene, vom Einkommen unabhängige Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer. Dies soll die Gesundheitskosten von den Arbeitskosten entkoppeln. Künftige Kostensteigerungen sollen alleine von den 50 Millionen Kassenmitgliedern und den Steuerzahlern beglichen werden. Die Höhe der Zusatzbeiträge soll jede Kasse selbst nach Bedarf festsetzen. Ein „Sozialausgleich“ aus Steuermitteln soll die Überforderung der Kassenmitglieder verhindern.

Niemand soll mehr als zwei Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Einkommens für den Zusatzbeitrag zahlen müssen. Maximal muss jedes Kassenmitglied künftig gut zehn Prozent seines Einkommens für die Krankenversicherung aufbringen: den Arbeitnehmeranteil von künftig 8,2 Prozent des Bruttoeinkommens und die zwei Prozent Zusatzbeitrag. Derzeit sind es 7,9 Prozent.

Außerdem Teil der Reform: Gutverdiener sollen künftig wieder leichter von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln können. Der Weg steht ihnen offen, sobald ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überspringt. Bisher müssen sie drei Jahre hintereinander so viel verdienen.

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Rösler verteidigte die Reform gegen Kritik. Er verweist darauf, dass der Beitrag 2009 schon einmal 15,5 Prozent betrug und nur durch Steuermittel in der Krise künstlich gedrückt wurde. Allerdings schießt der Staat nach wie vor riesige Milliardenbeträge in den Gesundheitsfonds: 15,3 Milliarden Euro sollen es 2011 sein, nach 15,7 Milliarden im laufenden Jahr.

Rösler wehrte sich gegen Kritik von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, er betreibe Klientelpolitik für die Pharma-Industrie und fördere eine Zwei-Klassen-Medizin. Die Reform führe dazu, dass die gesetzlichen Krankenkassen 2011 elf Milliarden Euro zusätzlich bekämen, sagte er. Dies sichere das System und komme den Versicherten zugute. Der Pharmaindustrie würden zwei Milliarden Euro durch Herstellerrabatte und ein Preismoratorium genommen.

„Die Kopfpauschale kommt durch die Hintertür“

Die Opposition verschärfte derweil ihre Angriffe: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte „Spiegel Online“: „Das, was die Regierung beschließt, ist das Ende des solidarischen Gesundheitssystems.“ Die Reform sei ein Brandbeschleuniger für die Zweiklassenmedizin. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast kritisierte: „Herr Rösler macht einen Vorschlag, bei dem tatsächlich der Krankenversicherung die Solidarität ausgetrieben wird.“ Künast meldete Zweifel an, dass der Sozialausgleich kommt. „Das möchte ich erstmal sehen angesichts einer Rekordverschuldung und einer Schuldenbremse“, sagte sie der dpa. Der Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, machte sich für massive Straßenproteste gegen das Gesetz stark:

Der Ökonom Jürgen Wasem sagte, er erwarte 2020 im Schnitt knapp 80 Euro Zusatzbeitrag im Monat für jedes Kassenmitglied. „Die Kopfpauschale kommt praktisch durch die Hintertür“, sagte der Wissenschaftler.

Im nächsten Jahr sei der einkommensunabhängige Zusatzbeitrag wegen der allgemeinen Beitragsatzsteigerung noch kaum spürbar. „Aber immer wenn die Gesundheitsausgaben stärker steigen als die Löhne und Gehälter und der allgemeine Beitrag laut Gesetz unverändert bleibt, dann wird der Zusatzbeitrag deutlich zulegen“, erläuterte Wasem.

Laut Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr (FDP) werden die Kassen Zusatzbeiträge voraussichtlich ab 2012 erhöhen. Dass die Kassen dann unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge verlangten, sei „ganz im Sinne des Wettbewerbs“, sagte Bahr dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Über die Reform soll bereits am 30. September im Bundestag beraten werden; der Bundesrat muss nach Regierungsangaben nicht zustimmen.

Text: FAZ.NET mit Reuters, dpa-AFX